Ján Lašák war in den ersten beiden Spielen ein starker Rückhalt für Liberec.
Niemand hatte eine einfache Viertelfinalserie gegen den HC Škoda Plzeò erwartet, doch die Männer aus der Bierstadt überraschten in den ersten beiden Partien schon ein wenig. Phasenweise mit viel Biss in den Zweikämpfen sowie gefährlichen Kombinationen, machten es die Indianer den favorisierten Jeschkenstädtern sehr schwer. Liberec hatte zwar oftmals das optische Übergewicht, verpasste es aber, in den entscheidenden Situationen mit weiteren Treffern Ruhe in das eigene Spiel zu bekommen. Plzeò hatte stets Kontakt und fiel leistungsmäßig nicht ab. Auch körperlich zeigten sich die Akteure aus der Bierstadt auf Augenhöhe. Die Weißen Tiger profitierten im ersten Spiel von einer überragenden Torhüterleistung von Ján Lašák. Der Slowake hielt seine Raubkatzen mit tollen Reflexen stets im Spiel. Auch in der zweiten Begegnung rettete er sein Team vor der drohenden Verlängerung, als er fünfeinhalb Minuten vor Schluss mit einem Weltklasse-Save gegen TomᚠSvoboda zur Stelle war.

Der Kapitän höchstpersönlich eröffnete das Viertelfinale.
Das Goalie Lašák der Mann des ersten Spiels war, sah auch Tiger-Kapitän Branko Radivojeviè so. Sein Landsmann eröffnete das Viertelfinale mit dem ersten Treffer in Spiel 1 und bedankte sich anschließend bei seinem starken Rückhalt. "Janko hielt uns über die gesamte Spielzeit in der Begegnung. Plzeò bekam aufgrund unserer vielen Strafzeiten etwas Übergewicht und erhöhte das Tempo. Janko war es aber, der uns wie im letzten Jahr am Leben hielt. Er hatte den größten Verdienst an unserem ersten Sieg." Im zweiten Spiel offenbarte sich ein anderer Akteur zum Matchwinner, der in der Hauptrunde bereits ein wichtiger Faktor für die Mannschaft war, sich aber nicht immer in den Fokus bringen konnte. Milan Bartoviè schnürte am Donnerstagabend einen Doppelpack und war nach dem Spiel sehr zufrieden. "Ich fühlte mich großartig. Zweimal konnten wir ein Überzahlspiel nutzen. Das ist genau das, was wir brauchen. Meine beiden Tore waren sicher relevant, aber für uns als Team ist es wichtig, dass wir gewonnen haben."

Können die Weißen Tiger die Indianer auch in deren Heimspielstätte abhängen?
Nun geht die Serie in die Bierstadt, wo hungrige Indianer für eine Wende sorgen wollen. Erinnert man sich an die Spielzeit 2009/10 zurück, so standen damals die Weißen Tiger in der Viertelfinaleserie gegen Plzeò bereits mit dem Rücken zur Wand. Die Indianer waren der haushohe Favorit und konnten, wie jetzt Liberec, auch ihre ersten beiden Heimspiele gewinnen. Plzeò hatte danach offenbar etwas zu wenig Respekt vor dem Gegner und so drehten die Weißen Tiger die Serie mit vier Siegen in Folge und zogen in das Halbfinale ein, wo sie aber an Pardubice scheiterten. Liberec ist demnach gewarnt und darf nicht zu nachlässig in die zwei schweren Auswärtsspiele gehen. Indianer-Verteidiger Peter Èerešòák zeigt sich bereits angriffslustig und blickt zuversichtlich auf die kommenden Partien. "Wir freuen uns sehr auf die beiden Heimspiele und hoffen auf unsere Fans, die wie gegen Vítkovice sicher für eine tolle Atmosphäre sorgen werden. Wir wissen, dass es schwer gegen Liberec ist, doch wir kehren mit einem klaren Ziel zurück nach Plzeò und wollen mit zwei Erfolgen in die Serie zurück finden. Wir müssen uns gut regenerieren und werden erfolgreich sein."

HC Škoda Plzeò

Grundlegende Informationen zum Gegner

Gründungsjahr: 1929
Vereinsfarben: Blau und Weiß
Webseite: hcskoda.cz
Stadion: HM Aréna (Fassungsvermögen 8.236 Zuschauer)

Trainerstab

Cheftrainer: Martin Straka
Assistenztrainer: TomᚠVlasák, Jiøí Hanzlík und Ladislav Èihák
Torwarttrainer: Rudolf Pejchar
Konditionstrainer: Jaromír Liška
Mannschaftsleiter: Václav Kalina

Aktuelle Statistik in den Generali Play-offs

Stürmer:
David Stach      7 (2+5)
Jakub Lev        7 (2+5)
Ondøej Kratìna   4 (3+1)
Verteidiger:
Petr Kadlec      3 (0+3)
Peter Èerešòák   2 (2+0)
David Nìmeèek    1 (0+1)
Torhüter:
Matìj Machovský (454 Minuten) - 2,38 Gegentore pro Spiel/Fangquote 92,62 %

Bílí Tygøi Liberec

Aktuelle Statistik in den Generali Play-offs

Stürmer:
Jakub Valský        3 (2+1)
Milan Bartoviè      2 (2+0)
Branko Radivojeviè  2 (1+1)
Verteidiger:
Martin Ševc         2 (0+2)
Radim Šimek         1 (0+1)
Torhüter:
Ján Lašák (120 Minuten) - 1,50 Gegentore pro Spiel/Fangquote 94,00 %

bisherige Duelle in der Generali Play-off Viertelfinalserie 2017

1. Spiel 1/4 Play-offs: Liberec vs. Plzeò  3:1 
2. Spiel 1/4 Play-offs: Liberec vs. Plzeò  4:2 
Stand der Serie: 2:0