AKTUELLER BERICHT

Derbysieger und Tabellenführung ausgebaut

M l a d á B o l e s l a v - Mladá Boleslav kam gut in diese Partie und hatte zweimal den Führungstreffer auf dem Schläger. Das Führungstor im ersten Drittel erzielten aber die Gäste aus Liberec in Überzahl, als Petr Jelínek wunderbar abfälschte. Im Mitteldrittel stürmte zunächst wieder Mladá Boleslav auf den Ausgleich. Liberec blieb cool und nutzte einen schweren Fehler der Hausherren im Aufbauspiel durch Jan Stranský eiskalt. Anschließend waren die Gastgeber bemüht, den Anschlusstreffer zu erzielen, konnten sich außer bei einer Großchance für Hyka jedoch nicht richtig in Szene setzen. Im dritten Durchgang gelang Mladá Boleslav das 1:2. Liberec wackelte anschließend etwas, doch das Team hielt den knappen Vorsprung bis in die Schlussphase hinein. Hier sicherte Jan Stranský mit einem Empty-Net-Treffer den Auswärtssieg endgültig.

39. Spieltag Tipsport Extraliga: BK Mladá Boleslav vs. Bílí Tygři Liberec 1:3 (0:1, 0:1, 1:1)

BK Mladá Boleslav: Maxwell (Lukáš) – Holub, Trončinský, T. Voráček, Hanzlík (C), Kučný, Bernad, Štich, Pastor – Lenc, Musil, Hyka (A) – Vampola, Klepiš (A), Pabiška – Látal, Žejdl, Jonák – Jiránek, Urban, Ďurač.

Bílí Tygři Liberec: Will (Lašák) – Vitásek, Kolmann, Derner, Pyrochta, Mojžíš (A), Plutnar, Husa – L. Krenželok, P. Jelínek, Svačina – Radivojevič (C), Bulíř, Valský – J. Mikyska, Bližňák, J. Stránský – J. Vlach, Vantuch, Ordoš.

Torschützen: 45. Lenc (Hyka) – 17. P. Jelínek (Radivojevič, Vitásek), 26. J. Stránský, 59. J. Stránský. Schiedsrichter: Hradil, Kubičík – Komárek, Ondráček. Strafen: 5:7, außerdem Stranský (LIB) für 10 Minuten. Ausnutzung: 1:1. Unterzahltore: 0:0. Zuschauer: 3.768. Torschüsse: 36:26. Spielstände: 0:2, 1:2, 1:3. Spieler des Spiels: Radan Lenc (BK Mladá Boleslav) – Jan Stranský (Bílí Tygři Liberec).

Spielbericht

Die Hausherren wollten gleich in den ersten Minuten zeigen, wer Herr im eigenen Haus ist. Mit schnellem Spiel in die Offensivzone erarbeitete sich Mladá Boleslav auch die erste richtig gute Torchance. Nach Querpass von Musil hielt Hyka den Schläger hinein, doch Roman Will im Tor der Weißen Tiger zeigte eine ganz starke Parade. Auch danach waren es die Löwen, welche gefährlicher agierten. So verpasste Jakub Klepiš den Führungstreffer für die Männer aus der Automobilstadt nur denkbar knapp. Liberec fand mit zunehmender Spielzeit etwas besser in diese Partie. So konnte man auch selbst Gefahr vor dem Gehäuse der Gastgeber erzeugen. Nach einer guten individuellen Leistung hatte Michal Bulíř zweimal die Gelegenheit einzunetzen. Es war bis dahin eine hitzige Partie mit vielen harten Zweikämpfen. Mladá Boleslav war hierbei etwas undiszipliniert. Der ehemalige Liberecer Jan Holub ließ sich zu einer dummen Strafzeit wegen übertriebener Härte hinreißen. Die Jeschkenstädter bestraften dies mit dem Führungstreffer. Nach Pass von Kapitän Radivojevič fälschte Petr Jelínek wunderbar ab. Mit dieser Führung zugunsten der Gäste endete auch dieses erste Drittel.

Im zweiten Drittel wollte Mladá Boleslav natürlich die Antwort erzwingen und spielte auf den Ausgleich. Liberec verteidigte die neutrale Zone gut, sodass es den Hausherren schwer gemacht wurde, sich in Szene zu setzen. Zudem spielten die Jeschkenstädter mit letztem Einsatz, wie bei einem zwei auf eins Gegenkonter, als Petr Kolmann noch im allerletzten Moment einen Querpass abfangen konnte. Die Weißen Tiger lauerten auf einen Fehler, um diesen eiskalt zum zweiten Treffer zu nutzen. Gesagt und getan in der 26. Spielminute. Boleslav-Verteidiger Voráček vertändelte die Scheibe im eigenen Drittel an Jan Ordoš, der den eingelaufenen Jan Stranský bediente. Der Liberecer Angreifer umspielte anschließend seinen Gegenspieler und netzte per Rückhand gekonnt ein. Mladá Boleslav nahm direkt nach dem zweiten Gegentreffer eine Auszeit, welche nicht viel einbrachte. Auch Liberec nahm wenig später die Auszeit, da man knapp eineinhalb Minuten mit vier Spielern gegen drei agierte, doch auch diese Maßnahme fruchtete nicht. Sieben Minuten vor Ablauf der zweiten zwanzig Minuten gab es die bis dahin beste Chance für die Hausherren. Tomáš Hyka lief frei auf das Gehäuse von Roman Will zu, der jedoch als Sieger aus diesem Duell hervorging, da er dem Stürmer die Scheibe von der Kelle schlug. Somit blieb es bei der Zwei-Tore-Führung für Liberec.

Für den letzten Spielabschnitt war klar, dass Mladá Boleslav noch einmal alles raushauen wollte. Zu Beginn der letzten zwanzig Minuten durften die Automobilstädter in Überzahl agieren, was aber keinen Erfolg einbrachte. Erst der zweite Versuch glückte den Gastgebern. Die Weißen Tiger brachten in Unterzahl den Puck nicht aus der Gefahrenzone, was Radan Lenc mit einem Schuss unter die Latte bestrafte. Damit war die Begegnung wieder völlig offen. Mladá Boleslav drückte nach dem Anschlusstreffer immer weiter. Liberec bettelte zudem durch zwei dumme Strafzeiten förmlich um den zweiten Gegentreffer. Durch gutes Verhalten in der Verteidigung konnten die Weißen Tiger den Ausgleich jedoch verhindern. Mladá Boleslav lief anschließend so langsam aber sicher die Zeit davon. Die Gäste aus der Jeschkenstadt machten in der Offensive nur noch so viel wie nötig. Zudem rutschte ein Schuss von Hyka lediglich um Zentimeter am Pfosten des Tiger-Tores vorbei. In den letzten eineinhalb Minuten sahen sich die Gastgeber gezwungen, ihren letzten Joker zu ziehen. Goalie Maxwell ging für einen zusätzlichen Stürmer vom Eis. Durch gutes Forechecking provozierte Liberec den entscheidenden Fehler der Gastgeber an der eigenen blauen Linie. Aufgrund eines Missverständnisses zwischen Trončinský und Klepiš verwandelte Jan Stranský in das leere Tor. Damit war die Partie entschieden und der Dreier wanderte auf das Konto der Weißen Tiger.

Trainerstimmen

Boris Žabka (BK Mladá Boleslav): „Wir gingen mit zu hohem Respekt vor dem Gegner in die Partie. Obwohl wir dies vermeiden wollten, passierte es. Wir spielten nicht das was wir wollten und kassierten den ersten Gegentreffer. In der Kabine sprachen wir darüber und wollten ein besseres Drittel abrufen. Leider haben wir einen Fehler gemacht, welchen der Gegner zu bestrafen wusste. Nach dem Anschlusstreffer drehte sich der Spieß und wir erarbeiteten uns einige Chancen. Am Ende fehlte uns etwas das Glück und leider stehen wir ohne Punkte da."

Filip Pešán (Bílí Tygři Liberec): „Wir spielten sehr diszipliniert, zumindest in den ersten beiden Dritteln, wo wir geduldig und gut organisiert waren. Im Schlussdrittel haben wir das Spiel ein wenig aus der Hand gegeben. Durch drei Strafzeiten hintereinander hätten wir den Vorsprung fast verloren. Durch das hohe Engagement konnten wir dem Druck der Hausherren aber standhalten und nehmen drei Punkte mit nach Hause."

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