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Herzschlagfinale in der Schlussphase bringt die Weißen Tiger mit drei weiteren Punkten in Richtung Präsidentenpokal

L i b e r e c - Liberec zeigte sich abermals nicht besonders konsequent in Sachen Chancenverwertung und konnte im ersten Drittel einige nennenswerte Möglichkeiten nicht nutzen. Das änderte sich im zweiten Spielabschnitt, als Hanousek mit seinem ersten Treffer in der Extraliga erfolgreich war. Im Schlussdrittel wurde die Partie immer umkämpfter, wobei die Gäste in Überzahl den Ausgleich durch Lev markierten. In einem wahren Herzschlagfinale kämpften sich die Hausherren jedoch zurück und markierten durch Kapitän Jelínek in Unterzahl den abermaligen Führungstreffer. Vlach setzte mit einem weiteren Unterzahltreffer in der Schlussminute noch einen drauf, wodurch die Weißen Tiger nur noch einen Punkt vom Gewinn des Präsidentenpokals entfernt sind.

51. Spieltag Tipsport Extraliga: Bílí Tygři Liberec vs. HC Vítkovice Ridera 3:1 (0:0, 1:0, 2:1)

Bílí Tygři Liberec: Will – Kolmann, Derner, T. Hanousek, Šmíd (A), Havlín, Ševc – Ordoš, L. Hudáček, Birner – Lenc, Filippi, M. Kvapil – M. Zachar, P. Jelínek (C), L. Krenželok – Valský, Redenbach, J. Vlach – Lakatoš.

HC Vítkovice Ridera: Bartošák – Trška, Hrabal, D. Krenželok, Šidlík, Mrázek, Výtisk (A), Gregorc – Dej, Lev, Olesz (C) – Tybor, O. Roman, Schleiss – D. Květoň, Poletín, Szturc (A) – Guman, Š. Stránský, Kucsera.

Torschützen: 25. T. Hanousek (Birner), 58. P. Jelínek, 60. J. Vlach – 52. Lev (Schleiss, Gregorc). Schiedsrichter: Mrkva, Kika – Hlavatý, Tošenovjan. Strafen: 9:6. Ausnutzung: 0:1. Unterzahltore: 2:0. Zuschauer: 5.991. Torschüsse: 27:23. Spielstände: 1:0, 1:1, 3:1. Spieler des Spiels: Roman Will (Bílí Tygři Liberec) - Patrik Bartošák (HC Vítkovice Ridera).

Spielbericht

Die Partie begann abermals mit viel Schwung. Liberec drängte, wie in Heimspielen so oft, auf die frühe Führung, doch Kvapil scheiterte bereits in der Anfangsphase an Vítkovice-Goalie Bartošák. Der Torsteher aus Ostrava war auch nur wenig später gegen den freistehenden Krenželok auf dem Posten, als dieser perfekt von Zachar bedient wurde. Die Weißen Tiger ließen demnach abermals gute Chancen in den ersten wichtigen Minuten aus, was man dem Spielverlauf in der Folge anmerken sollte. Vítkovice kam mit zunehmender Spielzeit besser in die Partie und verzeichnete ebenfalls gefährliche Szenen. So strich ein Schuss von Roman nur knapp über die Latte. Zudem zeigte der Liberecer Torsteher Will gegen Ridera-Kapitän Olesz eine hervorragende Schonerparade. Fünf Minuten vor der ersten Drittelpause durfte Liberec erstmals in Überzahl agieren und hatte durch Filippi den Führungstreffer auf dem Schläger. Nachdem Bartošák noch parieren konnte, sprang der Puck zum freistehenden Angreifer der Gastgeber, der das Streitobjekt an die Latte setzte. Der Treffer blieb demnach aus und das erste Drittel endete torlos.

Das änderte sich in den zweiten zwanzig Minuten. In der 25. Spielminute gingen die heimischen Jeschkenstädter mit 1:0 in Führung. Verteidiger Tomáš Hanousek probierte es aus der Ferne und durfte zu seinem ersten Treffer in der Extraliga jubelnd abdrehen. Der Puck wurde nach seinem Schuss noch abgefälscht und flog im hohen Bogen über den verdutzten Goalie der Gäste über die Linie. Ein kurioser Liberecer Treffer, welcher aufgrund der Spielanteile jedoch nicht unverdient war. Anschließend wurde die Partie immer ruppiger. Vítkovice spielte mit hohem körperlichen Einsatz und wollte durch Nickligkeiten den Rhythmus der Hausherren stören. Dieses Vorhaben schien auch zu gelingen, denn die Weißen Tiger waren bis zur Drittelpause nicht mehr so druckvoll. Dennoch bekamen die Jeschkenstädter weitere Chancen aufgrund einiger Gegenkonter. Die heimischen Stürmer Redenbach, Zachar oder auch Lenc konnten beste Einschussgelegenheiten aber nicht nutzen.

Dadurch war Ridera im Schlussdrittel weiter im Spiel und musste aufgrund der Zwischenergebnisse in den anderen Arenen der Extraliga höheres Risiko gehen. Eine Niederlage hätte für Vítkovice das Aus für die direkte Play-off-Qualifikation bedeutet. Auch für die Weißen Tiger ging es um sehr viel, denn schließlich hatte man den Präsidentenpokal im Blick. Das Spiel wurde im letzten Drittel immer härter und entsprechende Strafzeiten waren die Folge. Trotz einiger Unterbrechungen hatte Liberec weiterhin die besseren Chancen. Valský sowie Zachar bissen sich aber an Bartošák die Zähne aus. Die inkonsequente Chancenverwertung der Hausherren rächte sich in der 52. Spielminute. Vítkovice spielte in Überzahl und kam zum Ausgleich, da Jakub Lev mit einem perfekten Schuss unter die Latte erfolgreich war. Nach diesem Gegentreffer saß Liberec-Verteidiger Ševc zum zweiten Mal innerhalb kürzester Zeit auf der Strafbank, da dem erfahrenen Spieler völlig unverständlich die Nerven durchgingen. Die Stimmung in der Home Credit Arena heizte sich immer mehr auf und kochte in der Schlussphase völlig über. Die Weißen Tiger mussten dreieinhalb Minuten vor der Schlusssirene eine 3-gegen-4 Unterzahl überstehen. Bei einem Konter in dieser Unterzahl nahm sich Liberec-Kapitän Petr Jelínek ein Herz und war erfolgreich. Sein Schuss klatschte an den Pfosten, von da sprang der Puck an den Rücken von Vítkovice-Goalie Bartošák und rutschte anschließend über die Linie. Die Heimfans lagen sich in den Armen, denn der Heimdreier war zum Greifen nahe. In der letzten Spielminute begann auf Seiten der Weißen Tiger dann noch einmal kurzzeitig das große Zittern, nachdem Verteidiger Kolmann wegen Spielverzögerung auf die Strafbank geschickt wurde. Ridera probierte alles, nahm den Goalie für einen zusätzlichen Stürmer vom Eis und wurde durch Jaroslav Vlach mit einem Empty-Net-Treffer zum 3:1 Endstand bestraft.

Trainerstimmen

Filip Pešán (Bílí Tygři Liberec): „Wir haben gegen einen organisierten und harten Rivalen gespielt. Wie mein Kollege sagte, waren wir wahrscheinlich in der ersten Hälfte des Spiels besser. Am Ende konnte Vítkovice den Ausgleich erzielen und wollte sogar einen weiteren Treffer markieren. Das Glück war in der Schlussphase auf unserer Seite. Selbst in Unterzahl haben wir versucht, Bartošák zu überwinden. Wir haben es geschafft und sind glücklich, diese Schlacht gewonnen zu haben!“

Jakub Petr (HC Vítkovice Ridera): „Das Spiel entsprach meinen persönlichen Erwartungen. Im Vergleich zum letzten Spiel in der zurückliegenden Saison, als wir um den Präsidentenpokal kämpften und Liberec den sechsten Platz wollte, haben wir nun die Rollen getauscht. Für solche Kämpfe mache ich meine Arbeit. Totale Emotionen und Spiele vergleichbar mit den Play-offs. Die Heimmannschaft war in der ersten Hälfte des Spiels besser und wir sind später in die Partie gekommen. Es ist, wie es ist. Das gleiche Szenario gab es im letzten Jahr, als wir die Tiger in die Pre-Play-offs schickten."

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