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Liberecer Auswärtsniederlage in der Prager Hauptstadt, die mit dem Präsidentenpokal versüßt wird

P r a g - Für beide Kontrahenten ging es um sehr viel, was man der Partie auch anmerkte. Die Weißen Tiger gingen im ersten Drittel durch Kvapil in Führung, doch Sparta glich mit einem Hlinka-Treffer aus. Der erfahrene Rückkehrer Hlinka steuerte im Mitteldrittel seinen zweiten Treffer bei, der die Prager zunächst aufatmen ließ. Noch mehr Steine fielen den Hauptstädern zu Beginn des Schlussdrittels von den Schultern. Innerhalb von nur 65 Sekunden gelang den Spartanern ein fulminanter Doppelschlag. Liberec antwortete durch Derner in Überzahl, doch für mehr sollte es aus Sicht der Weißen Tiger nicht mehr reichen. Pech markierte mit einem Empty-Net-Treffer den 5:2 Endstand und am Ende durften beide Teams feiern. Sparta Prag kämpft in den Pre-Play-offs um den Einzug in das Viertelfinale und die Weißen Tiger sicherten sich aufgrund der Niederlage von Verfolger Třinec den Präsidentenpokal!!!

52. Spieltag Tipsport Extraliga: HC Sparta Prag vs. Bílí Tygři Liberec 5:2 (1:1, 1:0, 3:1)

HC Sparta Prag: Machovský (J. Sedláček) – Kalina, Blain, Piskáček (C), T. Pavelka, Tomáš Dvořák, Košťálek, T. Voráček – Jarůšek, Pech (A), Kudrna – Klimek, J. Hlinka, Roberts Bukarts – Smejkal, Sill, Černoch – Beran, Klíma, Rousek.

Bílí Tygři Liberec: Will (Schwarz) – Derner, Kolmann, Šmíd (A), T. Hanousek, Ševc, Havlín – Birner, L. Hudáček, Ordoš – M. Kvapil, Filippi, Lenc – L. Krenželok, P. Jelínek (C), M. Zachar – J. Vlach, Redenbach, Valský – Lakatoš.

Torschützen: 19. J. Hlinka (Roberts Bukarts, Kudrna), 26. J. Hlinka, 42. Kudrna (Pech), 43. Blain (Beran), 60. Klíma – 10. M. Kvapil (Šmíd, Filippi), 43. Derner (Kolmann). Schiedsrichter: Hejduk, Pražák – Frodl, Komárek. Strafen: 8:8. Ausnutzung: 2:1. Unterzahltore: 0:0. Zuschauer: 11.202. Torschüsse: 22:32. Spielstände: 0:1, 4:1, 4:2, 5:2. Spieler des Spiels: Jaroslav Hlinka (HC Sparta Prag) – Lukáš Derner (Bílí Tygři Liberec).

Spielbericht

Der Showdown in der tschechischen Hauptstadt war von Beginn an eine offen geführte Partie. Sparta konnte das erste Überzahlspiel nicht nutzen, was Liberec deutlich besser meisterte. In der 10. Spielminute spielten sich die Weißen Tiger sehr flüssig die Scheibe zu, wobei auf Zuspiel von Verteidiger Šmíd Kanonier Marek Kvapil mit perfekter Direktabnahme zum Führungstreffer einnetzte. Die Hausherren waren um eine Antwort bemüht, doch Liberec gab in diesem ersten Drittel wenig Räume preis. Vielmehr hatten die Jeschkenstädter den zweiten Treffer auf dem Schläger, doch Kvapil scheiterte am Aluminium. Zwei Minuten vor der Drittelpause durften die Hauptstädter ein weiteres Mal in Überzahl agieren, was diesmal von Erfolg gekrönt war. Völlig freistehend und unbedrängt erzielte Sparta-Legende sowie Rückkehrer Jaroslav Hlinka den 1:1 Ausgleich.

Im zweiten Drittel spielten beide Teams weiter auf Augenhöhe. Fünf Minuten nach Wiederbeginn agierten die Prager wieder mit einem Spieler mehr. Die nicht besonders disziplinierte Spielweise der Weißen Tiger wurde ein zweites Mal bestraft. Lakatoš bekam bei einer versuchten Befreiung den Puck nicht aus dem eigenen Drittel, was Jaroslav Hlinka bestrafte, indem er seinen Doppelpack schnürte. Wenige Minuten nach dem zweiten Gegentreffer verpasste Vlach die Liberecer Antwort, da er seinen Schuss aus etwas spitzem Winkel an die Latte setzte. Auch auf der Gegenseite rettete die Torumrandung, nachdem Klima ohne wirkliche Gegenwehr abziehen durfte. Das Spiel wog in diesen zweiten zwanzig Minuten hin und her, mit einigen versteckten Fouls, welche die Unparteiischen konsequent ahndeten. Es blieb bei der knappen Führung für die Hausherren und ein spannendes Schlussdrittel stand bevor.

Zu Beginn des letzten Spielabschnittes überschlugen sich die Ereignisse. Sparta Prag kam mit viel Schwung zurück auf das Eis und erzielte innerhalb von nur einer Minute zwei Treffer. Zunächst markierte Andrej Kudrna bei einem Zwei-auf-Eins Angriff die Zwei-Tore-Führung, als er nach abgewehrtem Schuss seines Sturmpartners Pech freistehend leicht und locker einschieben durfte. Nur 65 Sekunden später zappelte die Scheibe schon wieder im Netz der Weißen Tiger. Diesmal durfte sich Sparta-Verteidiger Jeremie Blain feiern lassen. Die Heimfans standen Kopf, denn durch diesen Doppelschlag waren die Pre-Play-offs nicht mehr weit entfernt. Liberec ließ die Köpfe nicht hängen und antworte mit einem Treffer durch Lukáš Derner. Die Weißen Tiger waren demnach wieder im Spiel, doch mit einem Blick auf das Parallelspiel in Mladá Boleslav, wo Verfolger Třinec spielte, war der Ausgang in der Prager O2 Arena eigentlich nebensächlich. Třinec lag bereits aussichtslos in Rückstand, was die Weißen Tiger aber nicht davon abhielt, weiter um Ergebnisverbesserung zu kämpfen. Dabei verpassten sie zwei doppelte Überzahlspiele zum Anschlusstreffer. Die Heimfans puschten ihre Mannschaft nach vorne. Da zeitgleich Vítkovice bereits mit 5:1 gegen Litvínov gewonnen hatte, konnte Sparta Prag nicht mehr von einem Pre-Play-off Platz verdrängt werden. Auch die Weißen Tiger durften bereits die Feierlichkeiten einläuten. Beide Teams wollten sich bis zur Schlusssirene nicht mehr weh tun und freuten sich anschließend zusammen. Zuvor markierte Kevin Klíma mit einem Empty-Net-Treffer noch den 5:2 Endstand. Deutlich größere Freude herrschte im Lager der Jeschkenstädter, die nach einer fantastischen Hauptrunde zum fünften Mal in der Vereinsgeschichte als Extraliga-Hauptrundenmeister in die Play-offs gehen.

Trainerstimmen

Uwe Krupp (HC Sparta Prag): "Wir brauchten Überzahlspiele, um Punkte zu ergattern und gegen starke Liberecer hatten wir schließlich acht davon. Der Gegner war technisch perfekt ausgestattet und dessen Powerplays sind exzellent. Wir begannen wie Partie aufgrund unserer Situation etwas nervös. Wir wussten, wenn wir unserem System 60 Minuten lang folgen, haben wir eine Chance auf Erfolg. Das taten wir, wodurch wir siegten."

Filip Pešán (Bílí Tygři Liberec): "Wir hatten einen exzellenten Start in die Begegnung. Über die Hälfte der Partie waren wir meiner Ansicht nach besser. Paradoxerweise wurden wir jedoch zweimal in Unterzahl bestraft, was wir auf der Gegenseite trotz zahlreicher Anläufe über das gesamte Spiel nicht ausreichend schafften. Sparta spielte einfaches Eishockey, wir ähnlich, auch wenn das Ergebnis dies nicht widerspiegelt. Ich freue mich, dass wir die Hauptrunde als Erster abschließen konnten, was, denke, ich die Stärke unseres Vereins zeigt."

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